Der Mythos Alcatraz

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Der Mythos Alcatraz
Die berüchtigte Gefängnisinsel vor San Francisco
In der San Francisco Bay befindet sich eine der bekanntesten und seinerzeit gefürchtetsten Anstalten der Vereinigten Staaten: Alcatraz. In dem berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis wurden einige der schlimmsten Verbrecher Amerikas gefangen gehalten.

 

Bankräuber, Kidnapper, Serienkiller und Mafiosi – Verbrecher, die als zu gefährlich für normale Gefängnisse eingestuft wurden, wurden nach Alcatraz verlegt. Das Gefängnis in der Bucht von San Francisco wurde nicht umsonst von den Insassen als „Hellcatraz“ („Höllen-Alcatraz“) bezeichnet.

 

Bereits 1861 wurde die Insel als Gefängnis genutzt, damals in dem neu erbauten Fort Alcatraz. Aufgrund des eiskalten Buchtwassers und der unberechenbaren Strömung galt die Insel als hochsicher und ein Entkommen von Gefangenen wurde als unmöglich angesehen. Unter anderem wurden hier während des amerikanischen Bürgerkrieges Soldaten der Konföderation im Verlies des Forts inhaftiert. Das Gefängnis, wie es heute bekannt ist, entstand jedoch erst 1934. 

 

 

Alcatraz hielt einige der schlimmsten Verbrecher Amerikas. Der Mafia-Boss Al Capone, der Gewaltverbrecher Robert „Birdman“ Stroud, Kidnapper George „Machine Gun“ Kelly Barnes – sie alle wurden auf die Gefängnisinsel verlegt. Dort erwarteten die Gefangene strenge Regeln: Außer Essen, Kleidung, Schutz und medizinische Versorgung wurde alles als Privilegien angesehen, die die Insassen durch gutes Benehmen verdienen mussten. Unruhestifter wurden bestraft, je nach Schwere des Vergehens mit Entzug von Privilegien bis hin zur Isolation in Zellen 9-14 des Zellblocks D. In den als „The Hole“ berüchtigten Zellen verbrachten die Gefangenen Tage in absoluter Dunkelheit, in einer Zelle, in der sich nichts weiter befand als Toilette – wenn überhaupt.

 

In den 29 Jahren, in denen Alcatraz als Hochsicherheitsgefängnis fungierte, versuchten 39 Häftlinge zu fliehen. Laut der Gefängnisleitung war keiner dieser Versuche erfolgreich. Der brutalste Fluchtversuch ging als „Schlacht um Alcatraz“ in die Geschichte ein. Sechs Gefangene überwältigten 1946 die Wärter und Angestellten ihres Zellblocks und nahmen diese als Geiseln, um sie als Pfand für ihre Flucht zu nutzen.

 

Als die Gefangenen jedoch den Schlüssel für die Außentür des Gefängnisses nicht finden konnten, entschlossen sie sich, sich im Gefängnis zu verschanzen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Flüchtlinge bereits Kontrolle über den Waffenraum des Zellblocks. Die Schlacht um Alcatraz dauerte zwei Tage an und endete mit dem Tod von zwei Wächtern sowie drei der Gefangenen und zwölf Verletzten. Der Fluchtversuch blieb aber erfolglos.

 

Gewaltlos, dafür aber umso spektakulärer, war die „Flucht von Alcatraz“ 1962, als drei Insassen sich die maroden Wände des Gefängnisses zunutze machten und mit Besteck, das sie zuvor aus dem Speisesaal in ihre Zellen geschmuggelt hatten, Löcher in die Zellenwände gruben. Aus Toilettenpapier und Haare formten sie Pappmaché-Köpfe an, die sie in ihre Betten legten und so die Wärter bei Ihrem Rundgang täuschten. Um von der Insel zu fliehen, fertigten die Gefangenen ein aufblasbares Floß aus gestohlenen Regenmänteln und Zement.

 

Der Fluchtversuch war in so weit erfolgreich, dass die drei Insassen unbemerkt aus dem Gefängnis entkamen. Da Teile ihrer Fluchtutensilien sowie persönliche Gegenstände an das Ufer einer nahegelegenen Insel  gespült wurden, geht das FBI aber davon aus, dass die Insassen Opfer der unberechenbaren Pazifikströmung wurden.

 

Heute ist Alcatraz eine Touristenattraktion. Besucher können die Zellenblöcke, den Speisesaal, die Bibliothek sowie den Gefängnishof besichtigen. Audioguides, die unter anderem auch in Deutsch zur Verfügung stehen, führen dabei durch die Geschichte des Gefängnisses. Interessierte können bei Attraction Tickets Direct Alcatraz Touren in Verbindung mit verschiedenen Bustouren buchen. 

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